Onomastik

Krywald
Wie heißt die altbekanne Redensart
zum Thema Namen?
Nomen est omen!
Also „der Name ist ein Zeichen“
und deswegen finden Sie
hier Informationen rund um den
Familiennamen Krywald.

Der Name ist vermutlich ein sogenannter Wohnstättenname, für eine Person, deren Haus oder Hof an einer Flur mit dem Namen Kriewald oder Kriegwald o. Ähnlichem lag. Damit wird ein Waldstück bezeichnet, auf dem ein Kampf, ein Gefecht ausgetragen wurde, oder bezeichnet auch ein bewaldetes Gebiet, dessen Besitzverhältnisse umstritten waren, daher kommen auch Flurnamen wie Streitwald, Streitacker, Streitholz und Streitfeld.

An sich besteht der Name ja aus zwei Teilen: Aus „Krieg“ und „Wald“. Semantisch reicht der Spielraum von Krieg von Hartnäckigkeit, Anstrengung und „Streit“ bis hin zu „Wucht, Gewalt, Ungestüm“, Übermut, Kraft, Macht und Wert, Härte und Strenge. Sie kennen ja den Ausdruck: „Was kriech ich zum Essen heute?“

Das Wort „Wald“ ist älter und reicht in der Bedeutung von „Feld, Wiese, Boden“ zur Ausgangsbedeutung „Büschel“, genauer „Laubwerk und Zweige“. Im kymrischen bzw. walisischen Wort „gwallt“ finden wir die Bedeutung „Haarschopf, belaubte Zweigspitzen.

Ursprünglich stammt der Name aus Polen. Im Zuge der geschichtlichen Entwicklungen wurde aus dem deutschen „ie“ das polnische „y“.

Es könnte auch ein Herkunftsname sein und würde dann bedeuteten: „der aus Kriewald Stammende“. Als Ortsname wurde „Crigewald erstmals 1458 erwähnt, 1534 als Khriegwaldt und erst 1947 erfolgte die Umbenennung in Krywald. Durch die häufigen Teilungen Polens und der einhergehenden Bevölkerungsverschiebungen, lässt sich eine eindeutige Herkunft nicht belegen, vermutlich aber aus der Gegend um Bromberg. Heute gibt es in der Gemeinde Koschentin im Landkreis Lublinitz sogar einen Ort namens Krywałd.